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Und da er wieder aus ging von den Grenzen Tyrus und Sidon, kam er an das galiläische
Meer, mitten unter die Grenze der Zehnten Städte. Und sie brachten zu ihm
einen Tauben, der stumm war, und sie baten ihn, daß er die Hand auf ihn
legte. Und er nahm ihn von dem Volk besonders und legte ihm die Finger in die
Ohren und spützete und rührte seine Zunge. Und sahe auf gen Himmel,
zuefste und sprach zu ihm: Hephatha, das ist, tue dich auf. Und alsbald taten
sich seine Ohren auf, und das Band seiner Zunge ward los, und redete recht.
Und er verbot ihnen, sie sollten es niemand sagen. Je mehr er aber verbot, je
mehr sie es ausbreiteten. Und verwunderten sich über die Maße und
sprachen: Er hat alles wohl gemacht; die Tauben macht er hörend und die
Sprachlosen redend.
1. Das ist ein einfaches Evangelium weil es nicht mehr tut, denn daß
es sagt vom Wunderwerk, welches der Herr hier an dem stummen und tauben Menschen
getan hat. Von diesem und anderen Wunderzeichen hören wir im Jahr oft,
daß sich Christus damit erzeigt und sehen läßt, daß er
der Heiland sei, der uns wieder des Teufels Zorn helfen und beistehen wolle.
Darum mögen wir Gott für solche Wohltat besonders danken, daß
er uns einen solchen Mann gegeben hat, der uns aus lauter Gnaden beistehen will,
wider alles, daß der Teufel uns zufügen kann.
2. Denn daß dieser arme Mensch also verletzt ist, daß er weder
Zunge noch Ohren, wie andere Leute, brauchen kann, daß sind alles Schläge
und Stiche des leidigen Teufels. Vor der Welt hat es wohl das Ansehen, daß
jedermann meint, es seien natürliche Gebrechen; denn die Welt kennt den
Teufel nicht, daß er so mancherlei Schaden anrichtet, die Leute toll und
töricht macht, ihnen alles Unglück zufügt, nicht allein am Leib,
sondern auch an der Seele, daß sie vor Angst und Traurigkeit Sterben und
zu keiner Freude kommen können: wir Christen aber sollen es dafür
halten, daß solche Fehler und Gebrechen alle anderes nichts, denn eitel
Teufels Schläge sind; der richtet solchen Jammer auf Erden an, und tut
Schaden, wo er kann.
3. Darum sollen wir unserem lieben Herrn Gott billig danken, daß er unseres
Jammers sich angenommen, und seinen Sohn, unseren Herrn Christum Jesum, gesandt
hat, der diesem armen Menschen geholfen; und uns auch gnädig behütet
hat, daß wir mit der gleichen Plage vom bösen Feinde nicht auch beschädigt
sind. Denn dafür soll es ein jeder Mensch halten, so er gesunde Augen,
Ohren, Hände, Füße und andere Glieder hat, daß es nicht
ein natürlich, ungefährliches Gewächs sei, wie es die Welt ansieht;
sondern es sind lauter Gaben Gottes. Weil aber die Welt solches nicht glaubt,
sondern, weil es so gemein ist, für ein natürlich schlecht Ding hält:
deswegen muß Gott zuweilen solches geschehen lassen, daß der Teufel
da einen stumm und taub, dort einen blind macht, oder wohl gar tötet, auf
das jedermann lerne, Gott habe es dem Teufel erlaubt, und desto fleißiger
Gott dafür danke, daß er uns so gnädig vor solchem Unrat bewahret.
4. Also ist es auch des Teufels Werk, daß er die Herzen verblendet durch
irrige und falsche Lehre, daß sie die Wahrheit nicht sehen noch annehmen
wollen. Alle Gottes Werke aber sind gut; denn er ist gut, und schafft nichts,
denn was gut ist. Der Teufel aber ist böse; deswegen wo es ihm Gott erlaubt,
da richtet er nichts Gutes an. Gleich wie ein Baum, der schöne gute Äpfel
trägt, aber wenn das Ungeziefer kommt und zersticht es, so werden die Früchte
wurmig und verderben. Solches ist aber nicht unseres Herrn Gottes Schuld, sondern
der Würmer und des Ungeziefers.
5. Also ist es mit uns Menschen auch. Gott ist ein Gott des Lebens, deswegen
gibt er gesunden Leib und seine, geschickte Gliedmaßen. Aber der Teufel,
wo er kann und Gott ihm solches erlaubt, verdirbt er den Leib und tut Schaden.
Darum sollen wir es lernen, was dergleichen für Unrat uns widerfährt,
daß es lauter Teufelstiche sind, der allen Menschen, besonders aber den
Christen, bitterfeind ist und nichts Gutes gönnt.
6. Nun ist es aber schrecklich, daß der arge, böse, mächtige
Feind so viel Jammer anrichten soll. Aber dagegen tröstet uns das heutige
Evangelium, von einer Gewissen Hilfe wieder solchen Feind. Denn da sehen wir,
wie Johannes sagt 1 Johannes 3,8.: daß der Sohn Gottes darum erschienen
ist, daß er die Werke des Teufels zerstöre. Denn weil der Teufel
in das Paradies darum gekommen ist, daß er unserem Herrn Gott sein Werke
zerbrechen, und aus den Heiligen Frommen Menschen, Adam und Eva, ungehorsamen
böse Menschen machen wollte, und es gelangt ihm solcher Anschlag: hat der
Sohn Gottes wiederum gedacht, wie er sich an seinen Feinde könne rächen.
Wird deswegen Mensch, und macht wieder ganz und besser, was der Teufel zerbrochenen
hat; zerbricht dem Teufel auch sein Werk, die Sünde, den Tod und Hölle,
und, wie wir hier sehen, macht er die Zunge wieder los, die der Teufel gebunden
hatte, und tut die Ohren auf, die er verstopft hatte. Diese Werk auszurichten
ist Christus gekommen, und treibt es für und für unter seinen Christen,
wie wir hernach weiter hören werden. Das sei vom Wunderzeichen und Werk
unseres Herrn Christi gesagt, damit er sich heut erzeiget hat, daß er
ein Helfer sei der elenden Leute, und wolle heilen alle Gebrechen, die der Teufel
auf uns geladen hat, und von seiner Tyrannei uns ledig machen.
7. Es will aber der Herr mit diesem Wunderwerk uns auch das anzeigen, wie diese
zwei Stücke sonderlich einem Christen zugehören, daß die Ohren
ihm aufgetan und die Zunge gelöst sei; und daß er dies Werk täglich
in seiner Kirche wider den Teufel üben wolle. Die leibliche Wohltat, daß
er gesunde Ohren und Zunge gibt, läßt er auch wohl den Heiden widerfahren;
aber bei den Christen allein geht diese geistliche Wohltat, daß er ihnen
die Ohren geistlich öffnet und die Zunge löst. Denn das ist ja gewiß,
daß wir alle unsere Seligkeit allein durch das Wort Gottes haben. Was
wüßten wir sonst von Gott, von unserem Herrn Christus und seinem
Opfer, und vom Heiligen Geiste? Darum ist dies noch heutigen Tages das größte
Wunderwerk und die größte Wohltat, wem Gott ein solches Ohr gibt,
daß sein Wort gern hört, und eine Zunge, die Gott ehrt und nicht
lästert.
8. Die Katholiken sind tausend Mal elender, denn dieser Stumme hier. Denn sie
haben taube Ohren; und ob sie gleich Gottes Wort hören, so können
und wollen sie es dennoch nicht hören. Eben wie wir an den ungläubigen
Juden sehen: wenn unser lieber Herr Christus die schönste Predigt von Vergebung
der Sünden und dem ewigen Leben tat, wurden sie toll und töricht,
wollten es nicht allein hören, sondern lästerten noch dazu. Also sind
noch alle, die Gottes Wort nicht hören wollen, taub und stumm, und in viel
größerer Gefahr als dieser arme Mensch hier. Denn sie können
mit ihrer Zunge anderes nicht, denn Gott lästern, und von seinem Wort,
dem höchsten Schatz, auf das ärgste Reden. Die aber Gottes Wort gern
hören, und zur denen Christus sagt, wie hier zum Stummen: " Hephatha
", Ohr, du sollst offen stehen: die sind es, denen recht geholfen ist wider
den Teufel denn Gott hat uns keinen anderen Weg gewiesen, darauf wir in den
Himmel gehen können, denn sein liebes Wort, das heilige Evangelium. Wer
dasselbe gern hört, mit Fleiß merkt, und Lust und Liebe daran hat,
dem ist geholfen. Das ist das eine Wunderwerk, welches noch täglich in
der Christenheit geht, daß unsere Ohren, welche der Teufel durch die Sünde
verstopft hat, durch das Wort wieder aufgetan werden, daß wir Gottes Wort
hören.
9. Das andere ist, daß er auch die Zunge wohl rühret, und uns Reden
macht, wie Paulus sagt Römer 10,10.: " So man von Herzen glaubt, so
wird man gerecht, und so man mit dem Mund bekennet, so wird man selig ".
Durch den glauben an Christum kommen wir zu Vergebung der Sünden. Da soll
danach auch das Bekenntnis folgen, daß wir nicht stumm sind, sondern Reden,
wie wir es im Herzen glauben. Das macht denn einen rechten Christen; alle anderen
Werke machen keinen Christen.
10. Das kann wohl sein, daß ein Mönch fastet und wacht, und tut
seinem Leibe weher denn ein Christi: dadurch aber kann er kein Christ werden;
denn es mangelt ihm an dem, daß er noch taub und stumm ist. Das Wort will
er nicht hören, viel weniger bekennen. Ein Christ aber, der hört es,
glaubt es und bekennt es danach. Diese zwei Stücke machen einen Christen.
Also übt unser lieber Herr Christus solches Werk noch täglich in seiner
Kirche, im Geist und durch das Wort; welches Werk er dort leiblich darum getan
hat, daß er sich sehen ließe, wie er wieder allen Schaden, den der
Teufel uns zufügt, sonderlich aber wieder den Geistlichen Schaden uns helfen
könnte und wollte, auf das wir an ihn glauben und unsere Hoffnung auf ihn
setzen lernen.
11. Nun müssen wir auch sehen, was der Herr mit dem sonderen Gepränge
hier meint. Das Volk bringt den armen Menschen zu ihm, und bittet, er wolle
ihm die Hände auflegen. So fährt er zu, führt ihn beiseite vom
Volk, legt ihm die Finger in die Ohren, spuckt aus, und rühret seine Zunge
damit. Danach sieht er auf gen Himmel, seufzt und spricht: " Hephatha ".
Solches alles ist eine sonderliche Geberde, die der Herr besonders bei diesem
Wunderwerk führt. Weil wir nun gehört haben, was es sei, recht stumm
und taub sein, müssen wir auch das sehen, warum der Herr soeben hier bei
diesem Wunder Werke eine besondere Zeremonie oder Gepränge hat brauchen
wollen; so er doch wohl mit einem einzigen Wort solches Werk hätte können
ausrichten. Denn wir sehen durch und durch im Evangelium, daß es nur um
ein Wort zu tun ist; wenn er etwas haben will, so geschieht es.
12. Aber der Herr treibt hier so viel Wesens um des geistlichen Wunderwerkes
Willen. Denn er will damit anzeigen, wie es soviel Mühe kostet, bis man
einen Tauben hörend und einen Stummen redend macht. Lazarus weckt er mit
einem Wort auf. Zum Gichtbrüchigen sagt er: " stehe auf und wandle
"; da war ihm schon geholfen. Aber mit diesem Tauben und Stummen hier geht
er so kurz und schlecht nicht um; sondern braucht eine besondere Geberde, daß
er mit den Fingern ihm in die Ohren gereift, und mit dem Speichel seine Zunge
zuvor rührt, sieht auf gen Himmel, und seufzt; als dann allererst er spricht:
" Tue dich auf "; uns damit anzuzeigen, so wir von des Teufels Banden
wollen los werden; und eine fertige Zunge und offene reine Ohren überkommen
so müsse es geschehen durch das äußerliche Wort oder Predigtamt,
und durch äußerliche Zeichen. Denn das Wort müssen wir zuerst
hören, und danach Taufe und Sakrament nicht zurücklassen; so will
alsdann der Heilige Geist dabei sein, Ohren und Zunge losmachen.
13. Darum hüte sich jedermann vor den Rottengeistern, die des äußerliche
Wort und Sakrament verachten, und warten, bis Gott mit ihnen rede in ihrem Herzen.
Nein, spricht Christus, da ist mein Finger, daß äußerliche
Wort, daß muß in den Ohren erschallen. Da ist mein Speichel, der
muß die Zungen rühren und feuchten. Also wird mein Werk recht und
fertig von Statten gehen. Wie man sieht, wo das äußerliche Wort recht
geht, da findet man gewißlich Christen. Wo es nicht recht geht, da findet
man keine. Denn wie der Hirte ist, so sind die Schafe.
14. Darum denke jedermann, daß er sich auf dieser Bahn lasse finden und
Gottes Wort gern hören. Denn Gott will sich ohne daß Wort in deinem
Herzen nicht offenbaren. Sollst du ihn sehen und erkennen, so muß es allein
durch das Wort und die äußerlichen Sakramente geschehen; sonst will
der Heilige Geist sein Werk nicht führen. Wie Gott vom Himmel herab uns
lehrt, da er spricht: " das ist meint lieber Sohn, den sollt ihr hören
". Also, Christus befiehlt seinen Jüngern: " Gehet hin in alle
Welt, lehret und taufet alle Völker "; also: " Wer euch höret,
der hörete mich ". Da hat unser lieber Herr Christus befohlen, man
soll das Maul auftun, den Leuten das Evangelium predigen, und sie taufen. Das
ist die rechte Weise, dadurch wir müssen selig werden; sonst ist alles
vergebens und verloren. " Wer euch höret ", spricht er, "
der höret mich ".
15. Nach dem Predigtamt hat Gott auch geordnet Vater und Mutter, Herr und Frau
im Haus, weltliche Obrigkeit im Regiment. Die sind nicht von ihretwegen allein
da; sondern sitzen an Gottes Statt: die sollst du, soviel daß äußerliche
Leben und all dein Tun und Lassen gegen andere betrifft, auch hören, und
wissen, wenn du dieselben hörst, so hörst du Gott. Ohne wenn sie ihr
Amt mißbrauchen, wieder Gottes Wort etwas sagen und gebieten wollten:
da soll man sie nicht hören. Denn Gott soll man mehr Gehorsam sein, denn
den Menschen. Und, wie gemeldet, sollst du erst Gott in der Kirche durch seine
Diener hören; danach allererst die Menschen, als, deinem Vater, Mutter
und Obrigkeit; was dieselben ihres Amts wegen dir sagen, daß sagt dir
Gott. Darum denke auch, daß du es annehmen sollst und folgen. Nun ist
es aber wahr, unser keiner ist, er denkt, er wollte hundert Meilen Weges zu
einer solchen Kirche laufen, da unser Herr Gott selbst predigte; denn jedermann
würde die Stimme hören wollen. Aber unser Herr Gott sagt: Ich will
es dir wohl näher machen, daß du nicht so weit danach laufen darfst:
höre deine Pfarrherren, deinen Vater und Mutter, so hast du mich gehört;
denn sie sind meine Jünger und Amtleute; wenn du sie hörst, so will
ich dir in dein Herz reden, wie diesem Tauben, daß deine Ohren sich auftun
und deine Zunge soll frei sein, und du von da an bist ein hörender und
redender Mensch, nicht mehr taub und Stummen, wie zuvor.
16. Aber wie geht es? Kinder und Gesinde im Hause lassen ihrer Eltern und Herrschaft
predigen und sagen, was sie wollen; sie aber täten nicht das Wenigste,
wenn man sie nicht dazu zwingt. Also geht es mit der Obrigkeit auch, sie schaffe
und heiße, was sie wolle, so findest du unter Hundert nicht einen, der
mit Ernst denkt, solchen Befehl nachzukommen. Besonders jetzt, wegen der großen
Gefahr, in der Deutschland jetzt schwebt, daß man Fromm sein und sich
bessern, zu Gottes Wort sich fleißiger halten und vor allem Ärgernis
sich hüten soll; dazu denn weltliche christliche Obrigkeit treulich die
Untertanen vermahnt. Aber sie wollen nicht so um, und stellt sich die Welt,
als wolle sie vorsätzlich ärger sein, denn sie zuvor gewesen ist,
ehe wir das Wort gehabt haben.
17. Also auch, gleichwie es im Haus und Regiment geht, so geht es auch in der
Kirche, das sehr wenige sind, die mit rechtem Ernst die Predigt hören und
die Ohren recht auftun. Der meiste Teil, Bürger und Bauern, sind den Kirchendiener
feind, könnten sie ihnen nur viel zu Leid tun, nichts geben und überall
nur nehmen, daß täten sie von Herzen gern, wie man leider überall
sieht.
18. Darum folgt auch die Strafe, weil man Gott, der durch Vater und Mutter,
durch weltliche Obrigkeit und Kirchendiener mit uns redet, nicht hören
will, daß der Teufel die Ohren je länger je härter zumacht,
und die Zunge je länger je mehr bindet und schwerer macht, daß man
Gottes Wort nicht hören, noch davon reden mag. Dagegen aber tut der Teufel
die Ohren auf, daß man seine Lügen, Rotten, falsche Lehre, Unzucht
und anderes gern hört; löst auch die Zunge, daß sie Gott lästern
und jedermann ärgerlich sei. Solcher Lohn pflegt zu folgen, wo man das
Wort verachtet; und geschieht den Leuten darum recht, sie wollen es so und nicht
anders haben. Über das werden auch die zeitlichen Plagen nicht außen
bleiben, sondern werden gewiß folgen, als, Pestilenz, Krieg, Türke
und alles Unglück; damit solche Buben, nach dem sie verdient haben, ihre
Strafe empfangen, wie man es bereits vor Augen sieht. Gott helfe uns, daß
wir uns bessern und frömmer werden.
19. Das ist die Ursache, daß der Herr hier gen Himmel aufsieht, seufzt,
und gleich in einem Grimm sagt: " Hephatha, tue dich auf ". Denn es
tut ihm weh, da Gott gern helfen und die Leute von des Teufels Banden durch
sein Wort gern frei machen wolle, daß sie sich nicht wollen helfen lassen,
und zu ihrem eigenen Verderben eilen und Gott zur Strafe dringen.
20. Darum laßt uns dies Wunderwerk wohl und mit Fleiß merken, und
der Frommen Leute Exempel folgen, welche den Herrn Christus hier rühmen,
daß er alles wohl gemacht habe, daß die Tauben hören und die
Sprachlosen reden. Solches tut er, wie gesagt, noch für und für in
der Christenheit, mit seinem Finger und Speichel, das ist, durch die Heiligen
Sakramente und das äußerliche Worte, daß er predigen läßt,
daß die Tauben Ohren geöffnet und die Sprachlosen redend werden.
Durch das, und sonst durch nichts, will der Heilige Geist in uns seine Wirkung
haben. Das merket ja wohl, und haltet euch desto fleißiger dazu; denn
das ist der nächste und gewißeste Weg, daß unsere Ohren aufgetan
und unsere Zunge gelöst, und wir selig werden. Das verleihe uns unser lieber
Herr und Heiland, Christus Jesus, Amen
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